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Über diesen Blog

Normalerweise wird das kaputtmachen von Dingen als etwas Destruktives wahrgenommen. Das stimmt auch, wenn man fragiler Technik mit dem Hammer oder der Axt zu Leibe rückt. Man kann allerdings eine Menge lernen, wenn man etwas subtiler vorgeht. In meinem Blog will ich das am Beispiel von altem Fotoequipment zeigen. Mein Anspruch ist es, die alten Schätzchen so zu zerlegen, dass man sie theoretisch auch wieder zusammensetzen könnte.

Gelegentlich werde ich dabei auf Baugruppen stossen, die untrennbar miteinander verbunden sind – miteinander verklebte oder in Fasssungen eingepresste Linsen, vernietete Blendenbaugruppen und dergleichen. Diese Verbindungen lassen sich ohne entsprechendes Spezialwerkzeug und Ersatzteile nicht wieder herstellen, daher betrachte ich solche Baugruppen als ein Teil.

Ich hoffe, die Macher dieser optischen und feinmechanischen Wunderwerke verzeihen mir meine gelegentlich rustikale Vorgehensweise. Die Tatsache, dass ich nur technisch oder wirtschaftlich irreparable Teile zum Objekt meines Wissensdurstes mache möge den Schmerz der Ingenieure mildern!

Speziell in Objektiven kommen oft eine Reihe unterschiedlicher Schmiermittel zum Einsatz – diese sorgen zum Beispiel für das satte Gefühl beim Drehen am Fokussierungsring. Ohne genaue Kenntnis der Eigenschaften der verschiedenen Schmierstoffe ist ein Ersatz eigentlich unmöglich. Auch die optischen Eigenschaften eine Objektivs lassen sich in den meisten Fällen nicht durch einfaches Wiederzusammenbauen wiederherstellen – dafür ist auch bei älteren Linsen einiges an Spezialwissen und -equipment erforderlich. Meine Blogeinträge sind daher nicht als Reparaturanleitung zu verstehen. Oder mit anderen Worten: “Don’t try this at home!”